Meine Geschichte

Bianca Stumm • 13. November 2021

Warum ich tue, was ich tue — und warum das für dich einen Unterschied macht

Es war ein wunderschöner Tag.


Privater Spa, Vier-Sterne-Hotel, verschneite Berge vor dem Fenster. Die Sauna genau auf der perfekten Temperatur, der Whirlpool sprudelte, der Sekt war kalt. Frisches Obst, mein Mann neben mir — dieser charismatische, humorvolle, loyale Mann, den ich liebte. Unsere Kinder waren gut versorgt. Wir hatten uns diesen Tag bewusst gegönnt.


Das war der Moment, in dem ich alles hatte.


Und ich fühlte — nichts. Nicht Gleichgültigkeit. Nicht Traurigkeit. Einfach nichts. Als würde man sich durch zähflüssigen Honig bewegen. Jede Geste kommt an, jedes Bild ist schön, theoretisch. Aber es erreicht einen nicht. Man ist anwesend und gleichzeitig meilenweit entfernt. Ich erinnere mich genau an den Gedanken: „Ich müsste jetzt glücklich sein. Besser wird’s doch nicht.“ Und genau in diesem Moment wusste ich: Etwas ist fundamental nicht in Ordnung.


Das nennt sich hochfunktionale Depression. Ich kannte den Begriff damals noch nicht. Ich wusste nur, dass ich undankbar sein musste. Kaputt. Eine Versagerin, die nicht einmal einen perfekten Tag genießen konnte.


Wie man zwanzig Jahre liefert — und dabei langsam aufhört zu existieren


Ich komme aus Rumänien, aus einer deutschsprachigen Gemeinschaft. Meine Kindheit hat mich früh gelehrt: Sicherheit verdient man sich. Fehler haben Konsequenzen. Schwäche wird ausgenutzt.

Das sind keine schlechten Lektionen für eine Karriere in der Unternehmenswelt. Über zwanzig Jahre habe ich in der Enterprise-IT gearbeitet — SAP, Oracle E-Business Suite, Microsoft Dynamics. Supply Chain, Logistik, globale Rollouts. Ich sprach die Sprache von Quartalsberichten und Boardroom-Präsentationen, kannte den Rhythmus von transatlantischen Flügen und Projektstarts in neuen Ländern. Ich war Projektleiterin bei einem globalen IT-Konzern — zeitweise alleinerziehend mit Zwillingen, die ich als Kleinkinder über die Grenze gezogen hatte, nebenher freiberuflich, jahrelang mit weniger als vier Stunden Schlaf pro Nacht.


Hochleister wissen, wie man weiterliefert, wenn alles zu viel wird. Das ist keine Stärke — das ist antrainiert. Und jedes Training ohne Regeneration führt irgendwann zu einem Schaden, den kein weiteres Liefern mehr ausgleicht.

Mein Körper zog irgendwann die Handbremse. Zuerst der Verdacht auf Krebs — zum Glück falsch. Dann Insomnie. Dann Burnout. Dann Depression. Das Groteske daran: Von außen sah alles weiterhin perfekt aus. Ich funktionierte. Ich lieferte. Ich lächelte in den Meetings.


Aber innerlich bewegte ich mich durch Honig.


Das Teuerste, was ich je bezahlt habe — und was es mich wirklich gekostet hat


Danach kamen Jahre des Suchens. Klassische Therapie. Hypnotherapie. Neurofeedback. Körperarbeit. Retreats. Meditation, Yoga, Labortests, Ernährungsumstellungen, Nahrungsergänzungsmittel, Kurse, Coaches. Insgesamt über 38.000 Euro direkte Kosten — plus achtzehn Monate Arbeitsunfähigkeit. Plus eine Ehe, die zerbrach. Plus fünf Jahre, in denen ich physisch zwar bei meinen Kindern war, aber nur mit halber Präsenz.

Einige Methoden halfen. Keine hielt.

Nicht weil sie schlecht waren. Sondern weil ich ohne klaren Wegweiser suchte. Methode nach Methode, jedes Tool in seinem eigenen Silo, keine in der richtigen Reihenfolge, keine verbunden mit dem, was darunter lag. Hochfunktionale Depression ist kein isoliertes Symptom, das man einfach behandelt. Sie ist das Ende einer langen Kette aus Dysregulation, alten Mustern und einem Nervensystem, das gelernt hat, permanent in Alarmbereitschaft zu leben. Wer nur am Symptom arbeitet, ohne die Kette zu verstehen, dreht sich im Kreis.


Was mich schließlich wirklich herausgeholt hat, war eine bewusst sequenzierte Kombination: RTT und Hypnotherapie, die direkt ins Unterbewusste gehen — nicht um endlos zu analysieren, was passiert ist, sondern um die neuronalen Muster zu verändern, die das Ganze aufrechterhalten. Körperarbeit, die das Nervensystem zuerst stabilisiert, bevor tiefere Arbeit überhaupt sinnvoll ist. Ernährungsumstellung und gezielte Nahrungsergänzung, weil Burnout bei Hochleistern auch massiv physiologisch ist und im Körper seinen Sitz hat. Und für mich persönlich — Pflanzenmedizin, die mir in einer Intensität Zugang zu mir selbst ermöglichte, den keine andere Methode erreicht hatte.


Die Depression verschwand nicht langsam. Sie hörte auf — schlagartig, nachdem das Nervensystem und der Körper konsequent stabilisiert waren. Dann kam das, worauf mich niemand vorbereitet hatte: der Schmerz danach. Die Trauer über die verlorene Zeit. Die Scham. Das Gefühl, aus einem langen Traum aufzuwachen und zu sehen, was alles zerbrochen war.


Auch das gehört zur Heilung. Und auch dafür braucht es einen präzisen Wegweiser.


Was mich in eine andere Kategorie setzt


Ich erzähle diese Geschichte nicht, um Mitgefühl zu erzeugen. Ich erzähle sie, weil sie erklärt, warum ich dir etwas anbieten kann, das die meisten Therapeuten und Coaches nicht können.

Ich kenne die Welt, aus der du kommst — von innen. Ich spreche die Sprache von Projektstarts und Jahreszielgesprächen. Ich weiß, wie es sich anfühlt, im dritten Flug der Woche zu sitzen und nicht mehr zu unterscheiden, ob man erschöpft ist oder ob das inzwischen der Normalzustand ist. Ich kenne die spezifische Intelligenz von Menschen, die gelernt haben, Schmerz in Produktivität zu übersetzen — und ich kenne ihre spezifische Blindstelle: dass diese Strategie irgendwann kippt und man es selten rechtzeitig merkt.


Ich bin RTT-Therapeutin und zertifizierte Hypnotherapeutin. Ich habe zusätzlich Coaching- und Biohacking-Zertifizierungen gemacht, weil nachhaltige mentale Gesundheit ohne stabile physiologische Basis auf Sand gebaut ist. Aus meiner eigenen Reise und der Arbeit mit über 800 Menschen habe ich ein klar sequenziertes Protokoll entwickelt — Stabilize, Illuminate, Embody —, das nicht bei den Symptomen ansetzt, sondern bei den Ursachen, und zwar in der einzig richtigen Reihenfolge.


Das ist der Unterschied zwischen jemandem, der Methoden kennt — und jemandem, der weiß, warum welche Methode zu welchem Zeitpunkt greift.


Viktor Frankl hatte recht: Ein Warum trägt einen weit. Aber Sinn allein heilt kein dereguliertes Nervensystem. Einsicht allein verändert kein unbewusstes Muster. Und Willenskraft — so viel du auch mitbringst — ist kein Ersatz für eine Sequenz, die tatsächlich funktioniert.

Du weißt bereits, dass etwas nicht stimmt. Du hast das Warum. Was du brauchst, ist der Weg.


Ich kenne ihn.



Wenn du herausfinden möchtest, was das konkret für dich bedeutet — ich bin hier.